Nachhaltig Bauen und Sanieren

Die Themen Umweltschutz und Klimaerwärmung treten immer mehr in den Vordergrund. Wie der Baustoff Holz dem entgegenwirken kann, erfährst du in diesem Artikel.  




Die CO² Problematik

CO² ist für etwa 50 Prozent des Treibhauseffektes verantwortlich und die Konzentration in der Luft nimmt stetig zu. Sie liegt bereits 25% über dem natürlichen Wert, der für die Natur nicht schädlich wäre. Die jährliche Pro-Kopf-Emission an CO² entspricht auf die Einwohnerzahl bezogen ca. das zehnfache des Wertes, der noch umweltverträglich wäre.

Dies liegt zum einen an dem stetigen Bevölkerungswachstum und zum anderen an der fortschreitenden technischen Entwicklung, die zu einem steigenden Verbrauch an fossilen Energien führt.

Holz als CO²-Speicher: Klima-Demonstrierende in Nürnberg
Fossile Energien wie Öl und Kohle werden zusätzlich immer mehr für die Herstellung von vielen Baustoffen verwendet. Auch hier wird viel umweltschädliches CO² freigesetzt. Der Ausstoß der Treibhausgase Kohlendioxid, Methan und Stickoxide ist dadurch stark angestiegen. Dies führt zu einer langfristigen Erwärmung der bodennahen Luftschichten mit weitgehend unabsehbaren Folgen für die Natur und das menschliche Leben auf der Erde.

Dies alles sind Entwicklungen, die weder für die Umwelt noch für die Lebewesen der Erde vertretbar sind. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, diesen Entwicklungen entgegen zu wirken. Die Aufforstung und nachhaltige Holznutzung ist ein wichtiger Aspekt, auf den wir in diesem Artikel eingehen werden.

Ökologisches Potenzial des Baustoffes Holz

Um das ökologische Potenzial des Baustoffes Holz nutzen zu können, ist ein Umdenken bei Bauvorhaben immer wichtiger. Denn neben den traditionellen Anforderungen wie zum Beispiel mechanische Festigkeit, Nutzungssicherheit und Dauerhaftigkeit, werden Kriterien der Umweltverträglichkeit und der Energieeinsparung immer wichtiger. Zu diesen ökologischen Eigenschaften zählen zum Beispiel die Rohstoffgewinnung ohne schädliche Eingriffe in die Natur, die umweltverträgliche Produktherstellung oder der geringe Energieaufwand über den gesamten Lebensweg hinweg.

Die Charta für Holz 2.0 ist eine Initiative des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Es geht dabei darum, inwiefern die vermehrte Nutzung von Holz das Klima schützen, unsere Ressourcen schonen sowie die Forst- und Holzwirtschaft stärken kann.

Holzprodukte sind CO²-Speicher. Sie speichern Kohlenstoff, den der ursprüngliche Baum, aus dem sie gefertigt wurden, der Atmosphäre entzogen hat (1 Tonne pro Kubikmeter Holz). Der Kohlenstoff bleibt somit gebunden und wird nicht an die Atmosphäre abgegeben. Wälder in Deutschland entnehmen der Atmosphäre so Tag für Tag über 600.000 Tonnen CO². Dieses CO² bleibt darüber hinaus gebunden, wenn das Holz weiter als Baumaterial verwendet wird.

Dazu kommt, dass bei der Herstellung von Schnittholz und Holzwerkstoffen vergleichsweise wenig Energie benötigt wird. Das bedeutet, dass auch vergleichsweise wenig CO² produziert wird:

  • Massivholz: – 88 kg CO²
  • Holzrahmen: – 45 kg CO²
  • Ziegel: + 57 kg CO²
  • Beton: + 82 kg CO²

Je mehr andere CO²-verursachende Materialen also durch Holzprodukte ersetzt werden, desto mehr CO²-Emissionen in die Atmosphäre können verhindert werden. Man spricht hier von dem sogenannten Substitutionseffekt (Austausch von Baustoffen wie Beton, Ziegel, Stahl, Aluminium durch den Werkstoff Holz).

Holz ist Deutschlands bedeutendster nachwachsender Rohstoff, der energieintensive, endliche Materialien und erdölbasierte, fossile Ressourcen ersetzt. Bei einem Mehrfamilienhaus aus Holz können zum Beispiel fast 50 Prozent CO²-Emissionen eingespart werden. Holz trägt außerdem dazu bei, endliche Ressourcen zu schonen und Arbeitsplätze für die Forst- und Holzwirtschaft zu sichern.

Das technische Potenzial des Baustoffes Holz

Holz bietet neben dem ökologischen natürlich auch noch ein hohes technisches Potenzial. Es besitzt vielfältige Eigenschaften, wie zum Beispiel die Möglichkeit, durch eine gezielte Auswahl des Holzes, vielfältige Wünsche und Anforderungen der Verbraucher an das Produkt zu erfüllen.

Holzprodukte sind CO²-Speicher. Sie speichern Kohlenstoff, den der ursprüngliche Baum, aus dem sie gefertigt wurden, der Atmosphäre entzogen hat.

Das mit Sicherheit wichtigste technische Potenzial ist die günstige Wärmedämmeigenschaft. Holz ist das tragfähigste aller wärmedämmenden Materialien. Zusätzlich ist es bei gleicher Tragfähigkeit leichter als Stahl. Weiteres Entwicklungspotenzial in dem Bereich Holz bietet die Verwendung von bisher weniger genutzten hoch tragfähigen Nadelhölzern oder Laubhölzern.

Das ästhetische und emotionale Potenzial von Holz

Nicht zu vernachlässigen ist das ästhetische und emotionale Potenzial von Holz. Holz verbindet Funktion und Sinnlichkeit in besonderer Form. Es bietet eine unübertroffene Vielfalt an ästhetischen Reizen, die mit der Zeit immer mehr an Bedeutung gewinnen und dadurch immer mehr in Erscheinung treten.

Holz dient in der modernen Welt als Ergänzung zu der virtuellen Computerwelt. Es wird bei der Gestaltung von Arbeitsplätzen, im Freizeitbereich und in dem Wohnungsbau verstärkt genutzt. Neben dem zuletzt aufgeführten technischen bzw. ästhetisch emotionalen Potenzial, sollte natürlich das ökologische Potenzial an erster Stelle stehen. Holz als schöner Baustoff bietet uns eine gute Möglichkeit, einen großen Teil zu dem Schutz unseres Klimas beizutragen. Und dass Holz nebenbei noch ästhetisch schön ist, ist ein toller Nebeneffekt.

Beitragsbild von Fabian Wiktor via Pexels; Demo: Markus Spiske via Unsplash


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Ich bin Luisa und arbeite als Werkstudentin bei Sorpetaler Fensterbau. Für Sorpetalers Online-Magazin Hubert schreibe ich regelmäßig Artikel rund um die Themen Nachhaltigkeit, Fensterbau, Bauen und Basteln mit Holz.

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