Der Werkstoff Holz

Teak ist eine der wertvollsten Holzarten Asiens. Was es so besonders macht und wie du es verwenden kannst, erfährst du hier.


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Heute wird der Baum wegen seines großen wirtschaftlichen Potenzials nicht mehr nur in seinen Ursprungsländern, sondern in vielen tropischen und subtropischen Regionen kultiviert. Insbesondere was Härte und Dauerhaftigkeit angeht, übertrifft Teak alle heimischen Hölzer. Deswegen ist die Nachfrage nach Teakholz ungebrochen, obwohl hohe Preise und die teilweise zweifelhafte Herkunft gegen die Holzart sprechen. Dennoch gibt es Teakholzprodukte, die du guten Gewissens verwenden kannst, denn mittlerweile bietet der Markt entsprechend zertifiziertes Teakholz aus nachhaltiger Forstwirtschaft.

Erscheinungsbild

Gerade die Wuchsbedingungen in den Teakplantagen beeinflussen das Erscheinungsbild des Holzes stark. Hat das Holz in solchen Kulturen ausreichend Zeit, sich zu entwickeln, steht es dem besonders exklusiven Teak aus Naturwäldern in nichts nach. Bei extrem schnell wachsenden Teakbäumen liegen zwischen Pflanzung und Holzeinschlag lediglich 20 Jahre. Hier ziehen größere Farbunterschiede und ein hoher Splintholzanteil die Qualität des Holzes in Mitleidenschaft.

Die wichtigsten optischen Qualitäten der Holzart Teak liegen in der lebhaften Struktur und der meist goldbraunen Färbung.

Der getrocknete Splint ist meist von weißlicher bis grauer Farbe, während das Kernholz lederbraun gefärbt ist. Die Zuwachszonen sind deutlich erkennbar und sorgen im Tangentialschnitt für eine ausdrucksstarke Fladerung. Im Radialschnitt zeigen sich zudem unregelmäßig auftretende dunkle Streifen, die aber dem geraden Faserverlauf folgen. Teak enthält Kautschukeinlagerungen, die dem Holz eine leicht fettige Oberfläche verleihen. Die wichtigsten optischen Qualitäten der Holzart Teak liegen in der lebhaften Struktur und der meist goldbraunen Färbung.

Technische Eigenschaften

Stammt das Teakholz aus einer schnell wachsenden Kultur, dann schlägt sich das nicht nur in den optischen, sondern auch in den technischen Eigenschaften nieder. Solch junges Teakholz weist eine verringerte Dauerhaftigkeit auf und auch Wuchsfehler häufen sich. Doch wer Teakholz verwendet, der tut das meist wegen der hohen Widerstandskraft des Holzes gegen Schädlinge. Möchtest du das Teakholz also für den Außenbereich verwenden, dann solltest du besonders auf dessen Qualität achten.

Bei Teak handelt es sich um ein Holz hoher Dichte. Im Vergleich mit heimischen Hölzern zeigen sich die besonders guten Festigkeitseigenschaften der Holzart. Hier übertrifft das Teakholz die Eiche deutlich. Bei Verwendungen mit Hautkontakt kommt eine weitere Eigenschaft des Teakholzes zum Tragen: Es splittert kaum und stellt daher kein Verletzungsrisiko dar.

Verwendung

Da Teakholz nur wenig arbeitet sowie hohe Festigkeiten und Beständigkeit aufweist, bietet es sich besonders für präzise gearbeitete tragende Konstruktionen an.

Teakholz eignet sich für den Einsatz auf Booten.
Doch noch besser: Durch den Kautschukgehalt ist es allen heimischen Arten im Außeneinsatz überlegen. Der hohen Dauerhaftigkeit des Materials stehen allerdings ebenso beachtliche Kosten gegenüber. Am Markt erzielt Teakholz ein Vielfaches der Preise von Eichenholz. Obwohl sich Teakholz bestens für den Einsatz als Terrassendiele eignet, erhalten daher zunehmend günstigere Alternativen den Vorzug. Darunter finden sich heimische Hölzer wie Lärche oder thermisch behandelte Kiefer und Esche. Der Haltbarkeit von Teak noch näher kommen Importhölzer wie Garapa oder Bangkirai.

Teakholz in kleineren Dimensionen dient in Europa vor allem der Herstellung von Gartenmöbeln. Doch es gibt Einsatzgebiete, die noch höhere Anforderungen an die Dauerhaftigkeit des Holzes stellen. So werden Boote meist mit einem Deck aus Teakholz ausgestattet. Als Material kommt einige Millimeter dickes Teakholz zum Einsatz, das auf einer Trägerschicht fixiert ist. Hier kommt es besonders auf eine sorgfältige Holzauswahl an, denn nur Teakholz, das langsam genug gewachsen ist, hält Wind, Gischt und Sonnenstrahlung über Jahre stand. Für eine edle Optik im Innenraum der Boote sorgen bereits mit Teakfurnier belegte Sperrholzplatten, die der Handel in vielen Dimensionen führt.

Verarbeitung

Für deine eigenen Projekte wirst du das Teakholz in aller Regel nicht selbst trocknen, sondern es bereits technisch getrocknet vom Holzhändler beziehen. Das Ergebnis eines sachgemäß durchgeführten Trocknungsprozesses ist ein nur sehr wenig arbeitendes Holz.

Die Rohdichte des Teakholzes stellt keine besonderen Anforderungen an die Werkzeuge. Vielmehr sind es Kieselsäureeinlagerungen im Holz, die einen hohen Verschleiß an den Schneiden bewirken. Wenn du die Möglichkeit hast, solltest du zur Verarbeitung von Teakholz also am besten Hartmetallwerkzeuge einsetzen. Mit dem passenden Werkzeug kannst du kleine Teakzuschnitte sehr gut schnitzen und drechseln.

Selbst im unbehandelten Zustand zeichnet sich Teak durch seine überlegene Dauerhaftigkeit aus.

Da sich das Holz gut messern lässt, stellt die Herstellung von Teakfurnier kein Problem dar. Etwas mehr Aufmerksamkeit erfordert aber die Verarbeitung des Furniers, denn Teak lässt sich nur mittelmäßig gut verleimen. Willst du massive Bauteile aus Teakholz miteinander verbinden, solltest du die Löcher für Schrauben und Nägel vorbohren. Einmal mehr macht es sich bei der Verarbeitung von Teakholz bezahlt, wenn deine Werkstatt mit einer Absauganlage ausgerüstet ist. Bei empfindlichen Personen kann der Holzstaub nämlich nicht nur Reizungen der Haut sondern sogar asthmatische Beschwerden hervorrufen.

Oberflächenbehandlung und Pflege

Am häufigsten trifft man die Holzart Teak hierzulande in Form von Gartenmöbeln an. Es ist keine Frage, dass von der Witterung beanspruchtes Holz regelmäßig gepflegt werden sollte. Bei Teakholz dient die Oberflächenveredelung jedoch hauptsächlich optischen Zwecken, denn selbst im unbehandelten Zustand zeichnet sich Teak durch seine überlegene Dauerhaftigkeit aus. Jedoch bildet sich mit der Zeit eine graue Patina heraus, die nicht jedem Auge schmeichelt.

Um diesen natürlichen Prozess zu verhindern, versehen die meisten Hersteller ihre Teakholzmöbel mit einer geölten Oberfläche. Daher findest du im Handel zahlreiche Produkte, deren Rezeptur speziell für Teak ausgelegt ist. Legst du Wert auf natürliche Produkte und lässt dich von einer etwas längeren Trocknungszeit nicht abschrecken, dann empfehlen wir Leinöl. Bei der Auffrischung der Oberfläche deiner Teakholzmöbel solltest du lediglich einige Hinweise beachten: Die besten Voraussetzungen schaffst du, indem du eine möglichst staubfreie Oberfläche schaffst. So werden keine unerwünschten Partikel eingeschlossen. Weiterhin solltest du darauf achten, das Mittel gut einziehen zu lassen, bevor du eventuell eine zweite Behandlung vornimmst. Nicht eingezogenes Öl kannst du nach einiger Zeit mit einem sauberen Lappen abnehmen. Teakholzmöbel verzeihen es auch, wenn du dir mit der Holzpflege einmal etwas länger Zeit gelassen hast. Selbst bei stark verwittertem Holz ist die Farbe nur oberflächlich verändert. Mit Schleifpapier kannst du die ursprüngliche Färbung schnell wieder zum Vorschein bringen.


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