Der Werkstoff Holz

Ein Hochbeet aus Holz ist für jeden Hobbygärtner eine große Erleichterung. Wir haben die Vorteile eines Hochbeetes zusammengefasst und erklären, wie man ein Hochbeet aus Holz selber bauen kann.




Hochbeete aus Holz werden immer populärer. Sie erleichtern allen Hobbygärtnern die Arbeit. Sie sind für Kräuter, Salate, Obst und Gemüse optimal geeignet. Und bei der richtigen Gestaltung können sie ein echter Blickfang sein. Hochbeete aus Holz sind aufgrund der einfachen Verarbeitung und der Optik sehr beliebt. Sie wirken sehr natürlich und fügen sich so optimal in jeden Garten ein. Falls das Hochbeet dein erstes Projekt für den Garten ist, lies dir doch vorab unseren Artikel “Die Gartengestaltung mit Holz – Ideen und Tipps für deine Projekte” durch. 

In diesem Artikel erklären wir dir, wie du ein Hochbeet aus Holz bauen kannst und was es für Vorteile mit sich bringt. 

 

Auf einen Dünger kann in einem Hochbeet komplett verzichtet werden, da durch die Verrottung der einzelnen Schichten wertvoller, nährstoffreicher Humus entsteht

 

Schritt für Schritt Anleitung für ein Hochbeet im Garten aus Holz

  1. Zuerst müssen die Maße des Hochbeetes bestimmt werden. Diese können ganz individuell ausgesucht werden. Auf der Fläche, auf der das Hochbeet stehen soll (z.B. auf einer Wiese) müssen die Maße anschließend übertragen werden. Dies kann mit gespannten Schnüren gemacht werden. Wichtig hierbei ist, dass der rechte Winkel stets beachtet wird.
  2. Daraufhin muss der Boden auf der geplanten Fläche abgetragen werden (ca. 25-30 cm) 
  3. Anschließend werden die Beetumrandungen des Hochbeetes aus Holz gebaut. Die Eckpfosten bzw. Eckelemente sowie die Mittelpfosten an den langen Seiten werden zuerst gesetzt. Die Holzpfosten werden hierfür am besten in vorher angebrachte Metall Hüllen gesetzt, die einbetoniert werden. Die Mittelpfosten der langen Seite werden mit Draht und / oder Verstrebungen miteinander verbunden. Ein Auseinanderdriften der Eckpfosten wird somit verhindert und dem Hochbeet wird Stabilität verliehen. Zuletzt wird die Wandverkleidung aus Holz angebracht. Umso besser an dieser Stelle die Holzqualität ist, desto langlebiger ist das Hochbeet. 
  4. Wenn die Umrandung fertig aufgestellt ist, wird der Boden innerhalb des Hochbeetes gelockert und ein Maschendraht wird innen befestigt. Der Maschendraht schützt die Pflanzen in dem Hochbeet vor Wühlmäusen. Zusätzlich werden die Seitenwände des Hochbeetes aus Holz innen mit Kunststofffolie abgedeckt. So wird das Holz geschützt, die Verdunstung wird eingeschränkt und die Austrocknung somit reduziert. Wenn das Hochbeet im Garten steht, sollte der Boden nicht mit Plastik ausgelegt werden, um Staunässe zu vermeiden.   
  5. Da das Hochbeet nun komplett steht, kann es befüllt werden. Hierbei sollten unterschiedliche Schichten übereinander gelegt werden: 
  • Erste (unterste) Schicht: Grobes Gehölzschnitt 
  • Zweite Schicht: Staudenrückschnitt, Grassoden und feinerer Gehölzschnitt bzw. Gestrüpp 
  • Dritte Schicht: Halbfertiger Gartenkompost oder halb verrotteter Stallmist
  • Vierte Schicht: Humusschicht. Diese besteht beispielsweise aus der Bodenschicht, die man zu Anfang abgetragen hat oder aus gekaufter Pflanzenerde. Sie sollte mindestens 25 cm dick sein. 

Bepflanzung in einem Hochbeet
Nun kann das Hochbeet bepflanzt werden. Mischkulturen sind am Beliebtesten, das Hochbeet kann aber ganz nach individuellen Bedürfnissen gestaltet werden.

Vorteile eines Hochbeetes

Hochbeete haben sehr viele Vorteile. Die praktische Tischhöhe schont den Rücken und erleichtert das Arbeiten und Ernten. Hochbeete können an vielen Stellen aufgestellt werden. Sie passen perfekt in jeden Garten. Aber auch bei wenig Platz (z.B. auf einem Balkon in einer Großstadt) bieten Hochbeete Hobbygärtnern die Aufzucht von Kräutern, Obst, Salat und Gemüse. Ein weitere Vorteil ist die wesentlich frühere Anzucht und eine längere Erntezeit durch die bessere Erwärmung des Beetes. Durch Verrottung entsteht Wärme, die die Pflanzen besser wachsen lässt. So herrschen in einem Hochbeet Temperaturen um bis zu 5 Grad wärmer als in einem normalen Flachbeet. Die Pflanzen haben so eine bis zu 6 Wochen längere Kulturzeit. Auf einen Dünger kann in einem Hochbeet komplett verzichtet werden, da durch die Verrottung der einzelnen Schichten wertvoller, nährstoffreicher Humus entsteht. Zuletzt schützt das Hochbeet die Pflanzen vor Nacktschnecken, Wühlmäusen und anderen ungebetenen Gästen.


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Ich bin Luisa und arbeite als Werkstudentin bei Sorpetaler Fensterbau. Für Sorpetalers Online-Magazin Hubert schreibe ich regelmäßig Artikel rund um die Themen Nachhaltigkeit, Fensterbau, Bauen und Basteln mit Holz.

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