Der Werkstoff Holz

Ein Dielenboden macht deine Wohnräume so richtig gemütlich, denn Holz wirkt sehr wohnlich und hat stets eine angenehme Temperatur, sodass du auf ihm ruhig barfuß gehen kannst. Wenn du solch einen Bodenbelag für deine Wohnung möchtest, findest du hier viele Informationen über die drei Arten, wie du einen Dielenboden verlegen kannst.


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Ein Dielenboden macht deine Wohnräume so richtig gemütlich, denn Holz wirkt sehr wohnlich und hat stets eine angenehme Temperatur, sodass du auf ihm ruhig barfuß gehen kannst. Darüber hinaus ist ein Dielenboden sehr langlebig und sieht selbst mit einigen Gebrauchsspuren, die ihm Charakter verleihen, noch schön aus. Wenn du solch einen Bodenbelag für deine Wohnung möchtest, findest du hier viele Informationen über die drei Arten, wie du einen Dielenboden verlegen kannst.

Fertig zugeschnittene Holzdielen mit Nut und Feder bekommst du im Holzhandel und in den Baumärkten aus zahlreichen Holzarten. Sie bestehen aus sehr hellen Hölzern wie Ahorn, mittelbraunen Holzarten wie Buche oder Eiche oder sehr dunklen wie Nussbaum. Die erste Frage, die du dir stellen solltest, ist daher, welcher Farbton dein neuer Fußboden haben soll. Ist diese Entscheidung gefällt, hast du die Wahl zwischen Holz mit einer ausdrucksstarken oder einer regelmäßigen Maserung. Zur Gruppe der Hölzer mit einer regelmäßigen Struktur gehört zum Beispiel das Buchenholz, das sehr ruhig wirkt. Holzarten mit ausgeprägten Maserungen und vielleicht sogar Asteinschlüssen wie Kiefer lassen den Fußboden dagegen lebendig wirken. Für welche Variante du dich entscheidest, ist wie die Entscheidung für einen bestimmten Farbton eine reine Geschmacksfrage.

Die drei Methoden und ihre Vor- und Nachteile

Hast du das richtige Holz gefunden, gilt es zu überlegen, auf welche Weise du deinen Dielenboden verlegen möchtest. Du kannst mit ihm Folgendes tun:

  • schwimmend verlegen
  • verschrauben
  • verkleben

Den Dielenboden schwimmend verlegen

Bei einer schwimmenden Verlegung werden die Holzdielen miteinander, nicht jedoch mit dem Fußboden verbunden. Diese Variante ist daher vor allem für Mietwohnungen zu empfehlen, in denen die Böden nicht beschädigt werden dürfen. Weitere Vorteile sind, dass du keinerlei Klebstoffe benötigst und sich defekte Dielen bei Bedarf leicht austauschen lassen. Nachteil: Schwimmend verlegte Dielenböden halten meist nicht so lange wie verschraubte oder verklebte Dielen. Auch für Räume mit Fußbodenheizung ist diese Methode nicht so gut geeignet.

Möchtest du deinen neuen Holzboden schwimmend verlegen, verwendet du als Unterlage am besten eine sogenannte Klebematte für Holzfußböden. Zusätzlich kannst du eine Kunststofffolie zum Schutz des Holzes vor Feuchtigkeit aus dem Boden und eine Trittschalldämmung auslegen.

Den Dielenboden beim Verlegen verschrauben

Das Verschrauben der Dielen ist schon allein durch das Setzen der Schrauben mit größerem Aufwand verbunden als eine schwimmende Verlegung.

Für diese Variante brauchst du außerdem eine Unterkonstruktion aus Holz. Auf sie schraubst du die Dielen fest. Durch die Unterkonstruktion verändert sich naturgemäß die Höhe des Fußbodens, sodass sich ein Höhenunterschied ergibt, wenn du nur einen Raum mit Massivholzdielen auslegst. Auch Türen müssen angepasst werden. Die Methode des Verschraubens kommt daher vor allem bei größeren Renovierungsmaßnahmen zum Einsatz.

Verlegst du deine neuen Dielen auf einer Unterkonstruktion, kannst du die Zwischenräume mit isolierenden Materialien füllen, um für eine zusätzliche Wärmedämmung zu sorgen. Auch bei dieser Methode kannst du zunächst eine Kunststofffolie auslegen, um das Holz vor Feuchtigkeit zu schützen. Die Dielenschrauben setzt du am besten in die Federn, damit sie später nicht sichtbar sind.

Den Dielenboden beim Verlegen verkleben

Das Verkleben von Holzdielen ist eine sehr dauerhafte Lösung, die sich auch für Räume mit einer Fußbodenheizung eignet. Sie hat darüber hinaus den Vorteil, dass du die Dielen nach einigen Jahren leicht abschleifen kannst. Auf diese Weise entfernst du alle Gebrauchsspuren, damit dein Fußboden wieder wie neu aussieht. Verklebte Dielenböden verursachen beim Betreten außerdem weniger Geräusche. Diese entstehen vor allem durch die Schwingungen des Holzes, die sich durch das Verkleben verhindern lassen. Eine Entfernung einzelner Dielen oder des kompletten Bodens ist allerdings mit großem Aufwand verbunden. Bei dieser Variante solltest du dir daher sicher sein, dass du den Bodenbelag über einen langen Zeitraum behalten möchtest.

Beim Verkleben von Massivholzdielen solltest du beachten, dass der Kleber eine gewisse Zeit braucht, um vollständig zu trocknen. Lass den Boden deshalb am besten einen Tag ruhen, bevor du dich weiteren Arbeiten wie dem Anbringen der Abschlussleisten widmest.

Damit dein neuer Fußboden perfekt wird, empfehlen wir dir bei allen drei Verlegmethoden außerdem, die Dielen schon einige Tage vor dem Verlegen in das jeweilige Zimmer zu legen. Auf diese Weise passt sich das Holz im Hinblick auf seinen Feuchtegehalt an das Raumklima an und arbeitet nach dem Verlegen weniger.

Alle drei Methoden, einen Dielenboden zu verlegen, haben ihre Vor- und Nachteile. Am leichtesten ist jedoch eine schwimmende Verlegung. Sie ist daher vor allem für Menschen zu empfehlen, die über nicht ganz so gute handwerkliche Fähigkeiten verfügen oder ihren allerersten Dielenboden verlegen. Wie du deinen neuen Fußboden im Anschluss schützt, pflegst und bei Bedarf aufarbeitest, erfährst du in unseren Ratgebern „Holz behandeln – mit Ölen, Wachsen, Lasuren, Lacken und Beizen Oberflächen verschönern“, „Holzfußböden in Wohnräumen und im Außenbereich richtig pflegen“ und „DIY: Holzdielen aufarbeiten“.


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