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Wasser hinterlässt auf Holz leicht Flecken, wenn es über einen längeren Zeitraum darauf stehen bleibt, oder Ringe, wenn du ein nasses Glas darauf abstellst. Hier findest du einige Tipps, wie du solche Wasserflecke wieder entfernst.


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Flecken lassen sich umso leichter entfernen, je schneller du handelst. Bevor du dich an die Arbeit machst, solltest du dir den Fleck oder den Ring jedoch etwas genauer anschauen. Er ist entweder hell oder dunkel. Bei einem hellen Fleck befindet sich das Wasser nur in der obersten Schicht, also zum Beispiel im Lack. Bei dunklen Flecken ist das Wasser dagegen in das Holz eingedrungen. Dementsprechend lassen sich die hellen leichter als die dunklen entfernen. Zunächst deshalb ein paar Hausmittel, mit denen du helle Wasserflecken beseitigen kannst. Probiere alle jedoch zunächst an einer unauffälligen Stelle aus, denn sie können Verfärbungen verursachen, die sich nur mit großem Aufwand wieder entfernen lassen. Es ist daher stets ein wenig Vorsicht geboten, um das Problem nicht zu vergrößern.

1. Zahnpasta

Mit Zahnpasta, die du ohnehin im Haus hast, lassen sich viele helle Wasserflecken im Holz entfernen. Sie muss allerdings komplett weiß sein und es muss sich um eine klassische Zahnpasta, also nicht um ein Gel, handeln. Von ihr gibst du ein wenig auf ein Tuch und reibst es in das Holz, bis der Fleck verschwunden ist. Noch effektiver ist ein Gemisch aus weißer Zahnpasta und Natron zum Backen. Falls du kein Backnatron in deiner Küche hast, kannst du es in vielen Supermärkten kaufen. Es wird in Papiertüten angeboten und kostet weniger als einen Euro.

2. Öl

Auch eine kleine Menge Speiseöl eignet sich zum Reinigen von Holz.Hierfür verwendest du am besten ein helles Öl wie das Sonnenblumenöl, dem du zunächst etwas Salz hinzufügst. Für einige Tropfen Öl benötigst du eine Prise Salz.

Unabhängig davon, für welches Mittel du dich entscheidest, entfernst du dieses im Anschluss wieder von der Oberfläche.

Durch Rühren entsteht eine cremige Masse. Mit dieser Mischung reibst du das Holz so lange ein, bis der Fleck nicht mehr zu sehen ist. Alternativ gibst du die Creme einfach auf den Fleck und lässt sie eine Weile einwirken. Diese Methode eignet sich übrigens auch für ältere und entsprechend hartnäckige Wasserflecken im Holz. Du musst allerdings ein wenig Geduld aufbringen und fleißig reiben.

3. Mineralöl

Ebenfalls sehr wirksam ist die Behandlung mit Mineralöl. Dieses reibst du mithilfe eines Tuchs in den Fleck und lässt es über Nacht einwirken. Mineralöl zur Behandlung von Holz bekommst du in kleinen Flaschen zum Preis von 10 bis 20 Euro.

Unabhängig davon, für welches Mittel du dich entscheidest, entfernst du dieses im Anschluss wieder von der Oberfläche. Sollte der Fleck danach immer noch zu sehen sein, wiederholst du die Behandlung. Danach säuberst du die Oberfläche. Handelt es sich um ein wenig empfindliches Möbelstück wie die lackierte Platte eines Tisches, kannst du etwas warmes Wasser und ein sanftes Spülmittel verwenden. Für empfindliche Oberflächen nimmst du jedoch besser eine Holzpolitur.

4. Bleiche

Sind die Wasserflecken im Holz dunkel, kannst du probieren, sie mit einer Chlorbleiche aufzuhellen. Bei dieser Arbeit solltest du Handschuhe tragen, denn die Bleiche greift die Haut und die Nägel an.

Dieses Mittel trägst du am besten mit einem Pinsel auf und lässt es einwirken. Danach solltest du immer mal wieder nach deinem Möbelstück schauen. Hat der Fleck wieder die gleiche Farbe wie das Holz, entfernst du die Bleiche mit einem feuchten Tuch oder Schwamm.

5. Föhn

Ist Wasser in eine gewachste oder geölte Holzoberfläche gedrungen, kannst du außerdem einen Föhn zu Hilfe nehmen. Seine warme Luft lässt die Wasserflecke im Holz verdunsten. Halte den Föhn jedoch nicht zu nah an die Oberfläche, damit du keine Hitzeschäden verursachst. Ist der Fleck weg, trägst du eine neue Öl- beziehungsweise Wachsschicht auf, um das Holz vor neuen Wasserflecken zu schützen. Wenn du möchtest, kannst du aber auch schon beim Föhnen etwas Wachs verwenden. In diesem Fall gibst du ein wenig Bienenwachs auf den Fleck und föhnst so lange, bis es flüssig wird und in das Holz eindringt. Im Anschluss polierst du die Stelle.

Sollten all diese Mittel und Methoden nicht zum Erfolg führen, hilft nur noch das Abschleifen. Hierbei kannst du dich auf die Stelle mit dem Wasserfleck konzentrieren und die Übergänge angleichen. Besser ist es jedoch, die gesamte Oberfläche abzuschleifen und sie mit einem Mittel deiner Wahl wie zum Beispiel einem Öl, einem Wachs oder einem Lack zu versiegeln.

Anschließend: Die richtige Holzpflege

Wenn du deine Möbel dauerhaft vor Wasserflecken schützen möchtest, solltest du sie regelmäßig pflegen. Welche Mittel sich hierfür eignen, ist jedoch davon abhängig, welche Art Oberfläche sie besitzen. So kannst du beispielsweise lackierte Holzmöbel mit einer Holzpolitur pflegen, während bei geölten und gewachsten Oberflächen der Schutzfilm regelmäßig durch ein Öl beziehungsweise einen Wachs erneuert werden sollte. Allen Mitteln gemeinsam ist jedoch, dass sie das Eindringen von Wasser und damit die Entstehung von Flecken verhindern.


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