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Holz, das regelmäßig gepflegt wird, sieht auch nach vielen Jahren noch gut aus. Mit einem Holzpflegemittel verlängerst du außerdem seine Lebensdauer. Für diesen Zweck gibt es jedoch höchst unterschiedliche Produkte, deshalb hier ein kleiner Überblick.


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Damit Möbel, Fußböden, Zäune und andere Bauteile aus Holz gut aussehen, ist einerseits eine regelmäßige Reinigung erforderlich. Andererseits kannst du aber auch durch das Auftragen eines Holzpflegemittels dafür sorgen, dass die Oberfläche geschmeidig bleibt und keine Risse bekommt. Sind solche Risse oder andere Beschädigungen bereits vorhanden, widmest du dich ihnen am besten vor der Holzpflege. Im Handel bekommst du Retuschierstifte und Wachskitt in fast allen Holzfarbtönen sowie Lackstifte, mit denen sich Kratzer und kleine Löcher kaschieren lassen. Wachskitt lässt sich übrigens am leichtesten verarbeiten, wenn du es beispielsweise mit einem Feuerzeug ein wenig erwärmst. Nach der Ausbesserung aller schadhaften Stellen kannst du die Pflege in Angriff nehmen, mit der du nicht nur für eine schöne Optik, sondern auch für einen guten Holzschutz sorgst.

1. Holzöl und Holzwachs

Unbehandelte Holzoberflächen, die ihren natürlichen Charakter behalten sollen, kannst du sehr gut mit einem Öl oder einem Wachs pflegen. Beide schützen das Holz vor äußeren Einflüssen, verändern sie optisch jedoch kaum. Bei diesen beiden Holzpflegemitteln solltest du dich allerdings für eines entscheiden und dabei bleiben, denn du kannst bereits gewachste Oberflächen nicht mit Öl pflegen oder umgekehrt. Kläre bei gekauften Möbeln deshalb vorab, ob das Holz bereits behandelt wurde.

Bei der Verwendung von Ölen und Wachsen ist es außerdem wichtig, überschüssiges Öl beziehungsweise Wachs nach der Trockenzeit mit einem Tuch von der Oberfläche zu entfernen. Wann du die Behandlung mit einem Pflegeöl oder einem Holzwachs wiederholen solltest, kannst du leicht feststellen, indem du mit der Hand über das Holz streichst. Fühlt es sich trocken und nicht mehr so geschmeidig an, ist ein erneutes Wachsen beziehungsweise Ölen erforderlich. Die Abstände werden in der Regel mit der Zeit immer länger.

Möbelpolituren eignen sich vor allem für lackierte und polierte Holzmöbel.

Holzöle sind in kleinen Flaschen für weniger als zehn Euro in jedem Baumarkt erhältlich. Sie werden meist auf Grundlage von Leinöl oder Tungöl hergestellt. Leinöl wird aus Leinsamen, Tungöl aus den Samen der Tungbäume gepresst. Diese Bäume wachsen in Asien, deshalb wird das Tungöl auch Chinesisches Holzöl genannt. Beiden Ölarten werden im Anschluss weitere Substanzen, darunter auch sogenannte Sikkative beigemischt. Sie sorgen dafür, dass das Holzöl möglichst schnell trocknet, damit du beispielsweise eine geölte Tischplatte bald wieder in Gebrauch nehmen kannst. Aus diesem Grund ist es zwar möglich, aber nicht unbedingt empfehlenswert reines Leinöl oder ein anderes Öl ohne Zusätze für die Holzpflege zu verwenden.

2. Möbelpolitur

Möbelpolituren eignen sich vor allem für lackierte und polierte Holzmöbel. Sie frischen den Lack wieder auf und lassen gleichzeitig Flecken, graue Stellen und kleine Kratzer verschwinden. Wundermittel sind diese Holzpflegemittel jedoch nicht, deshalb musst du größere Beschädigungen auf andere Weise beseitigen.

Bei der Verwendung einer Möbelpolitur ist es wichtig, das Mittel nicht direkt auf das Holz, sondern auf ein Tuch zu geben. Mit ihm reibst du es auf die Oberfläche und polierst sie im Anschluss. Diese Behandlung kannst du regelmäßig oder bei Bedarf wiederholen, wenn die Holzmöbel nicht mehr schön aussehen. Möbelpolituren gibt es sowohl in transparenten als auch in dunkel eingefärbten Ausführungen. Sie werden meist in kleinen Fläschchen für fünf bis zehn Euro verkauft.

3. Entgrauer und Öle für den Außenbereich

Hast du die regelmäßige Pflege von Gartenmöbeln oder deines Terrassenfußbodens versäumt und das Holz ist bereits grau geworden, kannst du es mit einem Entgrauer und einem Holzpflegemittel wieder auf Vordermann bringen. Nach der Verwendung eines Entgrauers, der mit reichlich Wasser abgespült wird, sollte das Holz allerdings eine Weile ruhen, damit es wieder vollständig trocknen kann. Für die Pflege von Holzoberflächen im Garten eignen sich vor allem Öle für den Außenbereich, die du auch für Holzfenster verwenden kannst.

Öle für den Außenbereich verfügen darüber hinaus über einen UV-Schutz, der das Verblassen und Vergrauen des Holzes verhindert.

Für Fußböden gibt es jedoch spezielle Pflegeöle, denn sie sind durch das Betreten mit Straßenschuhen und das Verrücken von Möbeln höheren Beanspruchungen ausgesetzt. Diesen sogenannten Hartölen wird oft Wachs beigefügt, das den Boden schmutzabweisender und strapazierfähiger macht. Wachs bietet dem Holz außerdem einen besseren Schutz vor Feuchtigkeit.

In der Ausführung für den Außenbereich verfügen Öle darüber hinaus über einen UV-Schutz, der das Verblassen und Vergrauen des Holzes verhindert. Vielleicht gefällt dir aber auch die Optik von altem Holz, das bereits grau geworden ist. Mit dieser Einstellung wärst du nicht allein, denn es gibt im Handel inzwischen Mittel, mit denen sich das Vergrauen bei neuem Holz beschleunigen lässt. Solch ein Produkt hilft dir dabei, den Garten ein wenig nostalgisch und noch gemütlicher wirken zu lassen.

4. Holzpflegemittel für Parkett

Auch für Parkett in Wohnräumen sind besondere Pflegemittel erhältlich. Sie werden meist einfach dem Wischwasser hinzugefügt, sodass du bei einem Parkettfußboden die Reinigung und Pflege in einem Arbeitsgang erledigen kannst. Beim Kauf eines Pflegemittels für Parkett solltest du darauf achten, das richtige Produkt zu kaufen, denn es gibt verschiedene Mittel für geölte, gewachste und versiegelte Oberflächen.

In Räumen wie dem Schlafzimmer, dessen Fußboden nur wenig beansprucht wird, reicht es aus, das Pflegemittel ein oder zwei Mal pro Jahr zu verwenden, in der Küche und im Flur fügst du es dagegen am besten jede Woche oder im Abstand von 14 Tagen dem Wischwasser hinzu. So bleiben selbst die Böden in diesen Räumen, die in der Regel viel aushalten müssen, über einen langen Zeitraum schön.

Unterstütze den Holzschutz

Öle, Wachse, Polituren und selbst Entgrauer sowie Pflegemittel für Parkett kosten nicht viel und lassen sich leicht auf Holzoberflächen auftragen. Für die Verwendung dieser Holzpflegemittel benötigst du in der Regel nur ein Tuch, einen Pinsel oder eine Rolle. Auch besonderes handwerkliches Geschick ist nicht erforderlich. Auf diesen guten Holzschutz solltest du deshalb auf keinen Fall verzichten, wenn du möglichst lang Freude an deinen Möbelstücken und anderen Bauteilen aus Holz haben möchtest.


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