Sorpetaler E-Book & Wettbewerb 2020: Die schönsten Holzhäuser
E-Book und Wettbewerb 2020 Die schönsten Holzhäuser
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E-Book "Die schönsten Holzhäuser" für Bauherren und Architekten

✓ Nützliche Informationen sowie Tipps für Bauherren und Profis

✓ Inspiration: Der Traum vom Holzhaus in einem deutschlandweiten Überblick

✓ Detaillierte Einblicke in den Bau eines Holzhauses

✓ Besonderheit des Wohnens in einem Holzhaus, des Baustils, der Baustoffe, ökologische Vorteile und weitere spezifische Zusammenhänge

Außerdem: Wettbewerb "Die schönsten Holzhäuser 2020" für Architekten, Studierende und Bauherren

Die schönsten Holzhäuser Deutschlands

Für die Auswahl der schönsten Holzhäuser wurde der Fokus vor allem auf das Baumaterial und Design gesetzt. Demnach werden insgesamt acht Häuser näher beleuchtet. Zu jedem Projekt findet man nicht nur anschauliche Bilder und detaillierte Infos zum Haus, sondern auch ein Zitat des jeweiligen Architekten sowie ein aufschlussreiches Interview zum Holzhaus-Aufbau.

Viele Gründe für ein Holzhaus

Diejenigen, die ein Holzhaus bauen möchten, können dafür unterschiedliche Gründe haben: Ein Haus aus Holz hat zum Beispiel immer eine besondere Optik - von rustikal über modern bis hin zu dezent schick ist fast jeder Stil umsetzbar. Dabei kann die Verwendung von Holzfenstern oder Holz-Alu-Fenstern die bevorzugte Optik stilistisch abrunden. Ein Holzhaus ist mitunter deutlich preiswerter als Pendants aus Stein und bietet schon aufgrund des natürlichen Baustoffs eine gute Basis für alle Freunde von nachhaltigem, ökologischem und gesundem Wohnen.

Welche Vorteile bietet der natürliche Baustoff?

Viele Bauherren entscheiden sich ganz gezielt für ihr Traumhaus aus Holz, da ihnen die zahlreichen Vorteile des Baustoffs besonders zusagen. So ist Holz ein nachwachsender, in der Regel regionaler Rohstoff/Baustoff und damit grundsätzlich nachhaltig und umweltschonend. Holz bietet eine ökologische und sehr gute Wärmedämmung – und zwar nicht nur in Form spezieller Dämmstoffe, sondern ebenso als Balken, Bretter, Kanthölzer etc. Ein gut abgestimmtes Holzhaus hat praktisch automatisch einen ordentlichen Energieeffizienzwert. Zudem reguliert das Material Feuchtigkeit auf ganz natürliche Weise. Das trägt unter anderem zu einem ausgewogenen Raumklima bei. Nicht zuletzt lässt sich mit Holz absolut ökonomisch bauen. Es ist relativ einfach in Form zu bringen, so können Bauelemente aus Holz gut vorbereitet sowie gegebenenfalls nachbehandelt werden, was zu einer kurzen Bauzeit sowie einer generellen Beständigkeit führt.

Holzhaus ist nicht gleich Holzhaus

Ein Holzhaus kann von Region zu Region oder Land zu Land ganz unterschiedlichen Haustypen daherkommen. Während zum Beispiel in Bayern oft massive, schwere Blockhäuser anzutreffen sind, scheinen die traditionellen skandinavischen Holzhäuser schon sehr viel filigraner. Beide Typen sind höchst beliebt und haben ihre jeweiligen optischen Reize. Und diese sind es zumeist, die Bauherren dazu bringen, sich für ein Holzhaus zu entscheiden. Die Optik ist jedoch längst nicht alles. Vor allem über die unterschiedlichen (für spezielle Regionen besonders vorteilhaften) Holzarten und Bauweisen sollten sich diejenigen, die ein Holzhaus bauen möchten, gründlich informieren.

Was kostet ein Holzhaus?

Die Kosten für ein Holzhaus sind pauschal natürlich nicht zu benennen. Es kommt hier – wie auch bei jedem anderen Haus – auf den Baustil, sprich die Größe, die Ausstattung, die generelle Komplexität des Baus und selbstverständlich ebenso auf das ausführende Bauunternehmen, die Planung sowie den Architekten an. Tatsächlich kann ein Holzhaus deutlich preiswerter sein als ein Haus aus Stein und Beton. Wenn es aber ein großes, massives Holzhaus aus einem vielleicht höchst wetterbeständigen Baustoff und mit einem individuellen Look sein soll, müssen Bauherren schon mal sehr viel tiefer in die Tasche greifen als bei einem ähnlichen Entwurf in „herkömmlicher“ Bauweise. Typische Preise für ein schlüsselfertiges Haus sind im Bereich zwischen 1.500 und 2.500 Euro pro Quadratmeter einzuschätzen.

Wettbewerb für Architekten: Die schönsten Holzhäuser 2020

Zur Veröffentlichung des E-Books "Die schönsten Holzhäuser Deutschlands" haben wir von Sorpetaler im Zeitraum vom 01. Februar 2020 bis zum 30. Juni 2020 zum großen Wettbewerb "Die schönsten Holzhäuser 2020" eingeladen. Architekten, Studierende und Bauherren waren aufgerufen, ihren ganz persönlichen Entwurf für ein herausragendes Holzhaus einzusenden. Zunächst möchten wir uns ganz herzlich für die zahlreichen spannenden Entwürfe bedanken, die uns im Zuge des Wettbewerbs erreicht haben. Positiv überrascht hat uns, dass der Werkstoff Holz gerade unter Studierenden großes Interesse weckt und die Grundlage für sehr interessante Planungen bildet.

Die Gewinner

Drei der Einsendungen haben die Jury besonders überzeugt. Diese Erstplatzierten dürfen sich über Preisgelder von 1.500, 1.000 und 500€ freuen sowie eine hervorgehobene Erwähnung im kommenden E-Book "Die schönsten Holzhäuser 2021".

1. Platz: Wohnhaus vis-à-vis von luna productions (Nadja und Lukas Frei)

Über das Gebäude

"Der Neubau bildet den Abschluss der gebauten Struktur und definiert über die Strasse hinweg mit der gegenüberliegenden Schreinerei und den benachbarten Wohnbauten einen gemeinsamen Hof: einen Begegnungsraum für die ganze Nachbarschaft. Von der Strasse abgekehrt entsteht ein privater Aussenraum, am Bach mit Blick in die Natur."

Die Einsendung von Nadja und Lukas Frei von luna productions ist das schönste Holzhaus 2021 und belegt Platz 1 des Wettbewerbs "Die schönsten Holzhäuser".Was Nadja und Lukas angetrieben hat

"Die fehlende Auseinandersetzung der Raumplanung für eine qualitative Entwicklung im ländlichen Raum sehen wir als Problem. (...) Die Auseinandersetzung mit dem Ort und den regionalen Bautraditionen fehlt. Es entsteht zunehmend wirtschaftlich orientierte Architektur. (...) Wir wollen mit diesem Projekt aufzeigen, wie die bauliche und räumliche Entwicklung in ländlichen Gebieten qualitativ gestaltet und damit verbessert werden kann, ohne dabei die Wirtschaftlichkeit, die Nachhaltigkeit und eine hohe Dichte zu vernachlässigen. Wir haben den Anspruch, beim Eingriff in bestehende Situationen nicht nur auf die Bedürfnisse des Einzelnen zu achten, sondern mit unserer Intervention die Situation so zu verbessern, dass eine lebendige Nachbarschaft entstehen kann."

Was die Jury sagt

"Die Architekten haben mit dem Gebäude eine hervorragende räumliche Qualität geschaffen. Die Gebäudeteile definieren einen neuen, halböffentlichen Aufenthaltsort, von denen es auch in dörflicher Umgebung viel zu wenige gibt. Beide Häuser sind zwar grundsätzlich in traditioneller Holzbauweise entstanden, zeigen aber durch viele Details, dass der Holzbau übersetz und weiterentwickelt wurde. Viel Mut zeigt die zentrale Erschließung in puristischer Betonbauweise, die durch sehr viel Detailarbeit einfach bleibt. Diese steht konträr zum Holzbau und betont diesen auf eine sehr angenehmen Weise."

Nadja und Lukas Frei von luna productions dürfen sich über den ersten Platz, ein Preisgeld in Höhe von 1.500€ sowie eine herausgehobene Erwähnung im nächsten E-Book freuen.

2. Platz: Haus H von Eva Miclavcic und Eugen Happacher

Über das Gebäude

"Ziel war es ein kleines, einfaches und nachhaltiges Gebäude zu entwickeln das durch ein zurückhaltendes Äußeres, großzügige Räume und raffinierte Details sich selbstverständlich in die Landschaft einfügt und den Bogen von traditioneller bis hin zu moderner Bauweise spannt."

Was Eva und Eugen angetrieben hat

"Während unserer Studienzeit an der Akademie der Bildenden Künste München im Studienfach Innenarchitektur bot sich uns 2015 die Gelegenheit ein Einfamilienhaus in Holzbauweise zu entwerfen, zu planen und umzusetzen. (...) Zusammen mit den Bauherren, einem Ehepaar, das eine biologische Landwirtschaft in den Bergen Südtirols betreibt, wurde ein auf ihre Bedürfnisse und Abläufe abgestimmtes Wohnhaus zu den schon bestehenden Wirtschaftsgebäuden entwickelt.(...) Bei der Errichtung des Hauses wurden ausschließlich die in der Gegend vorkommenden Holzsorten verwendet und von regionalen Bauunternehmen verbaut. Auf aus fossilen Materialien hergestellte Baustoffe wurde so weit wie möglich verzichtet. Die Dämmung der Bodenplatte erfolgte durch recycelbaren Glasschaumschotter und die der Fassade und des Daches aus Holzfaserdämmplatten."

Was die Jury sagt

"Das Gebäude besticht durch seine Einfachheit und Klarheit. Im gewohnten Blick seiner Umgebung eher schlicht und unauffällig. Dies allerdings nur auf den ersten Blick! Betrachtet man das Haus näher, stellt man fest, dass es sich um einen Zeugen seiner Zeit handelt. Sowohl die Konstruktionselemente, die für Boden, Wand und Dachaufbauten verwendet wurden, als auch die klaren Grundrisse entsprechen der modernen Holzbauweise. Die ausgewählten Materialien benötigen keine zusätzliche Schutzmaßnahme und dürfen bewusst altern."

Eva Miclavcic und Eugen Happacher dürfen sich über den zweiten Platz, ein Preisgeld in Höhe von 1.000€ und eine herausgehobenen Erwähnung im nächsten E-Book freuen.

3. Platz: Umweltbildungszentrum Kienbergpark von Kolp Ripke Gesellschaft von Architekten mbH

Über das Gebäude

"In einem stadtlandschaftlichen, naturnahen Raum entsteht mit dem Umweltbildungszentrum ein besonderer Bildungsort. Es wird ein Begegnungsort zwischen den beiden Ortsteilen Marzahn und Hellersdorf geschaffen. (...) Das Gebäude ist als Abfolge von Holz-Raummodulen mit zwischengeschalteten Licht- und Erschließungsfugen konzipiert. Module und Fugen sind als klar erkennbare Gestaltungselemente heraus gearbeitet und bestimmen so den Rhythmus und das repräsentative Erscheinungsbild des Gebäudes. Das extensiv begrünte Dach tritt als flach geneigtes Dach mit offener Entwässerung hinter den Gebäudekörper und die offene Bekleidung zurück. (...) Das Gebäude stellt einen Prototypen dar, der zeigen soll, was mit einem Holzmodulbau möglich ist. Die leichte Abbaubarkeit und der einfache Transport eröffnen die Chance, dieses System für vielfältigste andere Nutzungen einzusetzen."

Das Umweltbildungszentrum Kienbergpark in Berlin von KolbRipke gehört ebenfalls zu den Schönsten Holzhäusern 2021 und belegt Platz 3 des Wettbewerbs "Die schönsten Holzhäuser".

Was die Jury sagt

 "Das Objekt besticht auf Anhieb durch seine klare Konstruktion, eine Aneinanderreihung von Raummodulen in Holzrahmenbauweise. Diese Konstruktion lässt eine offene und flexible Grundrissgestaltung zu. Sowohl der hohe Anteil an Vorfertigung als auch klare und einfache Detaillösungen machen das Gebäude zu einem äußerst wirtschaftlichen Element. Ein schönes Beispiel dafür, was Holzbau leisten kann."

Die Architekten von Kolb Ripke dürfen sich über den dritten Platz, ein Preisgeld in Höhe von 500€ sowie ebenfalls eine herausgehobene Erwähnung im kommenden E-Book freuen.

Das neue E-Book

Das kommende E-Book erscheint Anfang 2021. Neben den drei Gewinnern unseres Wettbewerbs möchten wir sieben weitere Einsendungen, die die Jury auf unterschiedliche Weise überzeugt haben, in die neue Ausgabe aufnehmen. Alle diese Einsendungen haben deutlich gemacht, wie facettenreich Architektur mit Holz sein kann und welche Möglichkeiten der natürliche Baustoff birgt.

Die Jury

Alle Einsendungen wurden individuell von einer Fachjury beurteilt.

Stefan Appelhans - Vertriebsleitung und Chief Digital Officer bei der Sorpetaler Fensterbau GmbH

Jurymitglied #1 – Stefan Appelhans

Stefan Appelhans ist Vertriebsleiter bei der Sorpetaler Fensterbau GmbH. In dieser Tätigkeit hat er viele Gespräche mit Architekten, Schreinern, Planern und Hausbauern geführt und zahlreiche Bauten unterschiedlichster Art kennengelernt. In den letzten Jahren hat er sich intensiv mit dem Bereich des Holzhausbaus befasst - als natürlichem Pendant zu Sorpetaler Holzfenstern und Türen.

Wettbewerb "Die schönsten Holzhäuser 2020" - Jurymitglied Joachim KranendonckJurymitglied #2: Joachim E. Kranendonck

Joachim E. Kranendonck hat an der RWTH Aachen Architektur studiert und ist seit 1999 Inhaber und Geschäftsführer des Büros Architekten I K2 in Aachen und Wiesbaden. Er ist staatlich anerkannter Sachverständiger für Schall- und Wärmeschutz und seit der Gründung im Jahr 2007 Mitglied der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB).

Wettbewerb "Die schönsten Holzhäuser 2020" - Jurymitglied Sven DeteringJurymitglied #3: Sven Detering

Sven Detering schloss 2009 sein Studium der Architektur und Innenarchitektur an der Hochschule Ostwestfalen Lippe ab und leitet seit 2011 das Büro Detering Architekten in Bielefeld. Verschiedene Auslandsprojekte, Teilnahmen an Wettbewerben und Projekte im Holzbau machen ihn zu einem Experten auf dem Gebiet. Darüber hinaus ist er seit 2011 Mitglied der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) und engagiert sich in verschiedenen NGO’s und an Hochschulen.